| das institut
für angewandte
akustik, kurz: ifa, wurde 1985
vom maschinenbauingenieur emil weiss, jahrgang 1946, in dortmund gegründet.
zweck des institutes im rahmen von forschung und entwicklung war die untersuchung
schall abstrahlender und schall empfangender komplexer schwingungssysteme,
insbesondere auch von musikinstrumenten - diese intuition ergab sich aus
der langjährigen musikertätigkeit des gebürtigen slowaken
weiss, der es nicht hinnehmen wollte, dass durch den bau eines instrumentes
nicht nur die guten, sondern auch seine schlechten eigenarten auf dauer
festgelegt sein sollten - der schwerpunkt dieser tätigkeit wurde
im ersten "projekt resonanz" zusammengefasst
und kontinuierlich verfolgt und ausgebaut - die dabei gewonnenen grundlagen
/erkenntnisse führten zu weiteren vorhaben -
während beim "projekt resonanz" die optimierung schall
abstrahlender resonanzsysteme im vordergrund stand, beschäftigte
sich das zweite "projekt sonor"
mit der untersuchung und beeinflussung von raum - klang -
eigenschaften ( raumakustik ) - hierbei wurde grosser wert darauf gelegt,
dass bei der dauerhaften veränderung / optimierung akustischer eigenarten
von räumen keine elektronischen hilfsmittel zum einsatz kommen sollten.
die bei den ersten projekten gewonnenen erkenntnisse konnten bei positiven
ergebnissen nicht ohne einfluss auf allgemeine gesetzmässigkeiten
bleiben - es hatte zur folge, dass in einem weiteren "projekt
low noise rail" die bisher gewonnenen grundlagen nunmehr
auf ein gebiet angewandt wurden, das mit "klang" im allgemeinen
nur wenig in verbindung gebracht wird
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bei der untersuchung
der schallabstrahlung schienengebundener systeme und der damit verbundenen
geräuschentwicklung konnte nachgewiesen werden, dass durch prophylaktische
beeinflussung der beteiligten materialien (bewegte massen, ruhende
massen) eine deutliche reduzierung der schallabstrahlung erreicht
werden konnte - eine anwendung konnte in deutschland bisher wegen
der monopolartigen betreiberstruktur von schienennetzen nicht erreicht
werden, wohl auch deswegen, weil von dort aus in eine völlig
andere richtung lösungen angestrebt werden.
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auch beim
"projekt quasimodo"
stand die verbesserung von klangeigenschaften
im vordergrund der untersuchung, wenngleich hier nicht die reduzierung
von schallabstrahlung erreicht werden sollte, sondern im gegenteil:
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die schwingungsfähigkeit
gegossener resonanzsysteme (z.b. kirchenglocken) und deren optimierung
unter berücksichtigung der dissonanz konnte immerhin einen führenden
glockengiesser in europa soweit überzeugen, dass er einen ausführlichen
versuch an einem sogenannten "klang fehlguss"
zuliess, der im ergebnis die schlechten eigenschaften des bisher unverkäuflichen
exemplars beseitigte.
der übergang zur untersuchung biologischer
systeme stellte nur einen konsequenten schritt in die richtige richtung
dar - im "projekt antinnitus"
konnte in einer pilotstudie nachgewiesen werden, dass auch das gehörsystem
des menschen gleichen oder mindestens ähnlichen gesetzmässigkeiten
unterliegt wie alle resonanzsysteme .
das als volksseuche anerkannte
phänomen tinnitus konnte dabei an einer gruppe betroffener,
sog. austherapierter patienten, die zufällig als freiwillige probanden
ausgewählt worden waren, zunächst untersucht und dann soweit
beeinflusst werden, dass es in einer signifikanten grössenordnung
völlig beseitigt werden konnte, was bisher mit keiner anderen medizinischen
methode möglich war .
das verfahren beruht auf der individuell
für den betroffenen erstellten klangabfolge von konsonanzen, sozusagen
einer individuellen komposition geeigneter klänge, auf die ein vorhandener
tinnitus reagieren kann. Im "projekt
auris" wird, und zwar ohne den einsatz von hörgeräten,
eine nachhaltige verbesserung des hörvermögens in falle einer
schwerhörigkeit erzielt - 1995 wurde das ifa von dortmund nach heusenstamm
in hessen verlagert, weil in zusammenarbeit mit der universität Frankfurt/Main
erstmals gemeinsame studien aus dem "projekt resonanz"
eingang in eine doktorarbeit finden sollten.
das ifa beschäftigt selbst nur eine kleine zahl an mitarbeitern,
bedient sich aber dank modernster kommunikationstechnik personeller netzwerke,
was bei der lösung spezifischer probleme einerseits betriebswirtschaftlich
sinnvoll, andererseits besonders effektiv ist - das ifa
verfügt damit zu jedem zeitpunkt immer über das vollständige
know-how erfahrener fachleute, ohne solche kräfte permanent beschäftigen
zu müssen. daraus ergibt sich ein extrem günstiges kosten -
nutzen - verhältnis in allen vorhaben.
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